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Archiv für März, 2007

Die Zahnlücke

29. März 2007 2 Kommentare

so-allevp.jpgSonntagabend, nach dem Konzert. In der Bahnhofsunterführung in Winterthur lacht sich die Hälfte meiner Familie plötzlich ein Loch in den Bauch und zeigt auf mein wahlkampfmässig so wunderbar auf einem Plakat an der Wand posierendes Konterfei: Da ist doch tatsächlich von kunstfertiger Hand eine Zahnlücke drauf gemalt. Der Gedanke ist natürlich schnell präsent: 120 Gymnasiast/innen waren ein paar Stunden vorher zu ihrem Chorkonzert gepilgert, hatten dabei ein bekanntes Gesicht an öffentlicher (Plakat-)Stelle entdeckt und einer von ihnen (ich gehe davon aus: männlich) hatte sich erinnert, dass der abgebildete Herr ja vor zwei oder drei Jahren einmal handballmässig deutlich auf den Kopf gefallen war und dabei einen Schaufelzahn verloren hatte.

Ich habe die tiefere Symbolik des künstlerischen Aktes natürlich sofort erfasst: Lücken, Leerstellen, Unzulänglichkeiten gehören zum Leben, und wir sollen und dürfen alle ruhig dazu stehen. Auch in der Öffentlichkeit. Und gerade auch in der Politik, die ja vor Unzulänglichkeiten strotzt.

Beim Weiterdenken habe ich dann auch noch die versteckte bildungspolitische Aussage verstanden, die der Künstler den Passanten übermitteln wollte: Ein Zürcher Bildungswesen ohne anerkannte nichtstaatliche Schulen wie das Gymnasium Unterstrass wäre wie ein Gebiss ohne linken oberen Schaufelzahn, also unvollständig und mit zu wenig Biss.

Allerdings, so denke ich dann still für mich, ist das nicht allen Politikerinnen und Politikern im Kanton so klar, sonst würden sie die grosse Finanzierungslücke für diese Schulen nicht einfach systematisch und hartnäckig weiter bestehen lassen. Obwohl wir seit 1999 ja ein Mittelschulgesetz haben, das dem Kanton erlauben würde, für jede Schülerin und jeden Schüler bspw. am Gymnasium Unterstrass bis 7’000 Franken jährlich zu bezahlen.

“Ich als Winterthurer freue mich…”

28. März 2007 3 Kommentare

Heiss diskutiert wird momentan der Zweck der Schochen Rede vor dem Konzert in Winterthur. Einerseits ist es schön, wenn das Publikum begrüsst und die Leistung der “Jugentlichen” im Chor gewürdigt wird. Andererseits ist es gerade Zufall, dass nächstens Kantonsratswahlen sind und wer auf dem 3. Platz der Winterthurer EVP-Liste steht? Natürlich! Unser Jürg Schoch. Könnte es also sein, dass die Konzertrede noch einen wahltaktischen Hintergrund hat?
Und wenn schon! Redner Schoch hat ja nicht einmal seinen Namen erwähnt, geschweige denn seine Partei noch seinen Listenplatz in den Mund genommen. Darum: Die Begrüssung mag für die wie einen schön viel gehörtes Schochlob gewesen sein. Für die Zuschauer, die nicht jeden Tag einen Tagesanfang erdulden müssen war die Rede sicher eine Abwechslung zu den letztjährigen Konzerten.

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Requiem in Winterthur – ein Erfolg?

25. März 2007 9 Kommentare

winterthure9glisebonne170605.jpg

Jawoll, die erste Performace unseres Chorprojektes ist über die Bühne gegangen und dabei war die grosse Stadtkirche in Winterthur bis auf die hintersten Reihen besetzt! Teenies, Twenties, Thirties, Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern, Verwandte, Ex-Semi-Schüler, SchülerInnen aus der ersten Klasse und diverse Musikbegeisterte hatten den Weg ins Gotteshaus gefunden, sassen mit mehr oder weniger glänzenden Augen auf den Kirchenbänken und warteten auf das Debut des alljährlichen Unterstrass-Happenings.

Nach einer Ansprache des Direktors (die ich persönlich aus, naja, rein akustischen Gründen nicht ganz verstand) folgte dann sogleich das Schülerorchester und trug mit einer Bach-Overture ziemlich dick auf. Der Anblick der Musizierendenden bot einen phantastischen Anblick; wie da mit dem Geigenbogen gefiedelt, am Kontrabass gezupft wurde und wie die Tropeten die Kirche mit Klang füllten.
Nach dem ersten Streich folgte zugleich der zweite und so marschierte Kurt-Müller-Klussman im Pinguinfrack und seiner Orchester-Mannschaft auf die Bühne, erntete Beifall, winkte Verstärung in Form des Unterstrass-Chores herauf – und nun waren wir also vollständig und konnten loslegen.
Ein konzentrierter Blick ins Notenheft, ein lächeln in Richtung des Chores und ein schungvolles Schwenken mit seinem Dirrigirstab – Klusmann ready for take off.
Der folgende Akt ging eine gute Stunde, der Chor gab so ziemlich alles, war aber mit der Zeit ziemlich am Anschlag und schien müde zu werden. Trotzdem: wir zogen es durch und endeten das letzte Werk von Mozart mit “Cum Sanctis Tuis”.

Grosser Beifall kam sogleich, die Solisten verbeugten sich und die Instrumentalisten erhoben sich von ihren Stühlen. Standing Ovation gab’s von den Zuhörern leider nicht, dafür klatschten sie fünf Minuten lang bis ihnen die Hände schmerzten und so gezwungenermassen aufhören mussten. Sonst wären sie natürlich jetzt noch am klatschen ;).
Daher: der erste Auftritt war definitv ein Erfolg und so konnten wir viele Menschen mit genial komponierter klassicher Musik auf einem hohen und professionellen Niveau beglücken.

Übrigens: erste Hörprobe des Konzerts auf www.schaufeischter.net

Thierry Seiler

Anagramme…

23. März 2007 1 Kommentar

sind umgestellte Wörter: Aus „Germanist“ wird „Nistgermane“, aus „Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen“ wird „German Schleifheim von Sulsfort“, aus „Hans Magnus Enzensberger“ wird „Serenus M. Brezengang“. – Nicht alle Anagramme sind so wohlklingend. Aus „Hans Hüppi“ wird „Pipah Hüns“ – erinnert irgendwie an Hundepfeife.
Im Internet gibt es Anagrammgeneratoren. Die sind aber etwas einfältig. Ihr Wortschatz ist zu klein. Gibt man „Gymiblog“ ein, dann melden sie null Ergebnisse. Da muss man es eben selber probieren: „Boy im Lgg.“ Auch nicht gerade intelligent. Also ein bisschen schummeln: „Boy im Log“: Boys bewegen sich gern im Kielwasser schöner Frauen. Aber im Untersträsschen mögen die Damen das gar nicht. Also Schluss damit!
Haben Sie übrigens ausgerechnet, wie viele Anagramme es aus „Gymiblog“ gibt? – Nein! Tun Sie’s nicht! Fragen Sie lieber Ihren Mathelehrer. Sonst platzt Ihnen noch der Kopf.

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Foto uploaden und bearbeiten

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wenn sie einen beitrag schreiben möchten, können sie, wenn sie wollen, ohne grossen aufwand ein foto zu diesem beitrag hinzufügen. wie? – so:

beachten sie, dass sie am besten “FIREFOX”, “MOZILLA” oder eventuell “INTERNET EXPLORER” benutzen, und in ihren einstellungen unter “profil” der “WYSIWYG-editor” aktiviert ist.

im feld, das mit einem blauen balken abgetrennt ist, gerade unterhalb dem fenster, in dem sie ihren beitragstext schreibn klicken sie in datei auf “durchsuchen”, einen titel eingeben und eine beschreibung (optional) eingeben. auf “upload” klicken. sobald das foto online ist, klicken sie folgende beide dinge an: “anzeigen” -> “vollständige grösse” und “link zu:” -> “keine”. danach auf “zum editor senden”.

im editor wird das foto angezeigt, eventuell viel zu gross. sie wählen das bild an, in dem sie einmal drauf drücken. in der symbolleiste oberhalb des fensters, in das sie schreiben klicken sie auf den baum. unter grösse geben sie eine pixelanzahl ein (320×240 oder so).

unter “ausrichtung” können sie bestimmen, ob das bild links oder rechts des textes angezeigt wird. wenn sie wollen, dürfen sie auf “zwischenspeichern” klicken und ganz unten am fenster wird danach eine vorschau angezeigt, so können sie überprüfen, wie der artikel aussieht.

für fortgeschrittene internetuser: unter “code” (normalerweise schreiben sie ihren artikel unter “visuell”) können sie teilweise den html-code verändern. hier die wichtigsten tipps:

<a href=”http://blog.unterstrass.edu/wp-content/uploads/2007/03/img005.JPG” title=”test” target=”_blank”><img src=”http://blog.unterstrass.edu/wp-content/uploads/2007/03/img005.JPG” alt=”test” width=”240 height=”180″ /></a>

so sieht der code für das anzeigen von bildern aus.

<a href=”blablabla”> sagt, dass wenn man auf das bild klickt, der link “blablabla” geöffnet wird.

target=”_blank” sagt, dass der link “blablabla” in einem neuen fenster geöffnet wird.

<img src=”blablabla”> sagt, dass das bild, dass unter dem link “blablabla” zu finden ist angezeigt wird.

width=”240″ sagt, dass das bild mit einer breite von 240 pixeln angezeigt wird.

height=”180″ sagt, dass das bild mit einer höhe von 180 pixeln angezeigt wird.

</a> sagt, dass der link vom anfang [<a href...>] zu ende ist. alles zwischen dem <a… und dem </a> ist verlinkt.

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von ;-) bis :-(

21. März 2007 5 Kommentare

;-)   tolle Arbeit, die ihr leistet für die kommenden Konzerte -> weiter so :-))))))

:-(  schade, dass niemand die Druckfahnen liest und sich sooooo viele Druck/Formatierungsfehler einschleichen  -> nicht gerade werbewirksam

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GYMIBLOG – BOY IM LOG

20. März 2007 2 Kommentare

GYMIBLOG - BOY IM LOGGYMIBLOG - BOY IM LOG

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80ies Rucksack

liebe bloggerinnen und blogger
es ist wieder soweit und ich darf ihnen ein weiteres prachtstück aus der sammlung “gymnasium unterstrass – gelebt, gesehen, gelacht” präsentieren.

ich finde es schön, wenn man derart nachhaltig mit seinen täglichen gebrauchsgegenständen umgehen kann.

Es lebe der Retro, es leben die 80iger.

rucki-sacki

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heisenberg: wir lachen witz!

18. März 2007 Keine Kommentare

unterstrass braucht neue werbung, tramplakate hin oder her. nicht, dass ich die bisherige werbung schlecht gefunden hätte, sondern es ist einfach das gesetz der erneuerung: werbung muss sich ständig wieder neu erfinden. eigentlich wollte ich ja vor gut einem monat mal beim thebigboss vorbeigehen und als neuen slogan – man achte auf die korrekte aussprache! – vorschlagen: wir leben unterstrass! andere waren schneller…

andererseits: wir leben zürich! – grammatikalische unzulänglichkeit par excellence! weglassung allfälliger präpositionen und artikel. das muss schon als gewalttätiger akt gegenüber der deutschen sprache eingestuft werden, ts ts ts! da kann ich nur sagen: wir lachen witz!

flasche leer
euer heisenberg

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heisenberg: wo bleiben die manieren!?

17. März 2007 Keine Kommentare

hallo ihr lieben leute!

wenn der heisenberg loslegt, dann muss er zuerst einmal sein lob für unser aller beat loswerden, ohne den es diesen blog ja gar nicht gäbe. (“hoch soll er leben”, etc.)

zweitens – meine frau- und herrschaften – fände ich einen massvolleren umgang miteinander sehr sinnvoll. die anonymität eines pseudonyms hat so ihre tücken, selbst dann, wenn man das gefühl hat, dass eh alle wissen, wer denn da gerade seinen senf rauslässt. hundertpro weiss man’s eben doch nicht, wie das sonnenbrillen-beispiel ganz vorzüglich zeigt.

also stempelt euch doch nicht so mirnichtsdirnichts als grobe und aggressiv draufgängerische blutige blog-neulinge ab, sondern versucht’s mal mit stil. ein bisschen wienerisches “ich-küsse-ihre-hand-madame”-flair könnte so einem blog sehr gut stehen.

soviel zum ersten
euer heisenberg