Wenn Mathe zum Problem wird.

numbers.jpgZugegeben, ich hege schon seit der ersten Primarklasse eine aktive und nicht all zu kleine Antipathie gegenüber der Mathematik, habe gegenüber Zahlen eine für Männer untypische, sehr traurige, hasserfüllte Beziehung und kann auch Finanzen schlecht managen. Zwölf Schuljahre im Kampf gegen Venn-Diagramme, Gleichungen, Funktionen – und als dann auch noch Zahlen und Buchstaben gemischt wurden, war das Ende meiner mathematikwissenschaftlichen Karriere langsam aber sicher in Sicht. Nicht, dass mich das in irgendeiner Weise gestört hätte, im Gegenteil. Nur, was ich in der Primarschule schon mit Tränen in den Augen sagte, gebe ich auch noch heute von mir: „Wieso, um Himmels willen, lernen wir das?!“
Meinetwegen, in der Primarschule und der Sek mag das eine etwas unberechtigte Frage sein, aber in einem musischen Gymnasium gebe ich dieser einen immer wichtigeren Stellenwert. Wieso sollen wir Zahlenreihen erkennen? Was bringt mir im späteren Leben die Kenntnis von jeglichen Funktionen in einem Koordinatensystem? Um meinen Kindern (sofern ich welche haben werde) Angst einzujagen? „Jäh so, lug min Sohn, das isch e Logarithmusfunktion! Ou und da, e Asymptote!“ – der wird heulend davonrennen. Kommt noch hinzu, dass ich jegliche Arten von Funktionsberechnungen und Spezialfunktionen sowieso nach jeder Prüfung wieder vergesse – weil‘s mich schlicht und einfach keinen Blassen interessiert und nie mehr brauche. Airolo – Göschenen; links rein, rechts raus. Wenn ich später voraussichtlich in einem journalistischen, oder sicherlich einem nicht-mathematischen Beruf arbeite, werde ich die – ich sage mal – hohe Mathematik, welche wir im Gymnasium lernen, nie, aber wirklich nie mehr brauchen. Wieso kann in der Schweiz der Stundenplan nicht individuell angepasst werden? Die hohe wöchentliche Stundenanzahl kann meinetwegen bleiben, so würde ich Mathe, Physik und Chemie durch Klavierstunden, Geographie und Biologie ersetzen. Fächer, die in meinen Augen dem Allgemeinwissen nur gut tun würden; Klavier wollte ich neben Sax und Klarinette schon immer einmal lernen – nur habe ich dazu keine Zeit. Ganz Frech an der Sache: gerade Geographie und Biologie enden nach der dritten Klasse, nur Mathe bleibt weiterhin wie ein Ladenhüter im Stundenplan erhalten. Liebe Mathelehrer und Pädagogen, Sie sind herzlich zum Kontern eingeladen.
Thierry Seiler, 137b
Bild: google.ch – mountcope.wordpress.com

Mario Kart 64 -Turnier mit tollen Preisen

Liebe/r Blogleser

Bevor ich gross beginne über den geplanten Event zu reden, muss ich wohl den meisten Untersträssler zuerst einmal erklären was Mario Kart 64 ist.

Mario Kart 64 ist ein Rennspiel der besonderen Art, welches 1997 in Europa auf den Markt kam.

Im Gegensatz zu den meisten Rennspielen ist hier nicht nur Können eine Voraussetzung, sondern auch der Gebrauch von witzigen Items. So sind oft ganze Streckenabschnitte vom Vorgänger voller Bananen zugepflastert worden oder andere Gegenstände fliegen einem gerade um den Kopf.
Dies macht das Spiel nicht zuletzt auch für Anfänger attraktiv!

Nun wir am 8. März in Zürich (genauer Uitikon-Waldegg) ein grosses Turnier ausgetragen in dem die Besten Fahrer prämiert werden.

Zu gewinnen gibt es unter anderem einen Nintendo Wii.

Alle die Interesse haben beim Turnier mit dem Partyspiel par excellence teilzunehmen, können mir eine E-Mail (samt Vorname, Nachname und Wohnort) schicken an retrogaming.ch@gmail.com.

Für Unentschlossene hab ich hier auch noch den Flyer angefügt (Um ihn zu öffnen, müsst ihr auf die Links drücken)

Flyer Vorderseite
Flyer Rückseite
Lounge, in welcher der Event ausgetragen wird

Es grüsst
Thomas Lee 137b

UNTER-OBSZÖN

untitled-2.jpgWir haben uns Sorgen darüber gemacht, dass so zahlreiche Schülerinnen und Schüler der 138. Prom. (2. Klasse) ungenügende Leistungen im letzten halben Jahr erbracht haben. Nach langem Überlegen sind wir darauf gekommen, dass sich die Konzentration der Schüler zu stark auf den optimierten Austausch von zärtlicher Zuneigung richtete. Geflirtet, geknuddelt, geknutscht – was sie in ihrer Freizeit treiben, wollen wir erst gar nicht wissen. Müssen der zukünftigen LA-Generation nächstes Jahr Abstandsregelungen und Sitzplatzverordnungen verordnet werden? Sind Sätze wie “Küssen nicht auf dem Schulgelände” nächstes Jahr sinnvollerweise in die Schulordnung aufzunehmen und entsprechend im Schulgebäude zu plakatieren?
Glaubt man Stimmen aus dem Schulhaus, so fühlen sich viele Schülerinnen und Schüler in ihrer Privatsphäre durch knuddelnde Zweitklässler gestört. Etwas, dass eigentlich unter den Bereich öffentliche Belästigung gehen könnte. Was sagen die Zweitklässler zu dieser Anschuldigung? Glaubt man Stimmen aus dem Schulhaus, so fühlen sich viele Schülerinnen und Schüler in ihrer Privatsphäre durch knuddelnde Zweitklässler gestört. Etwas, dass eigentlich unter den Bereich öffentliche Belästigung gehen könnte. Was sagen die Zweitklässler zu dieser unerhörten Begebenheit??
Dario Bianchi

Chillismus im Mittelpunkt

krass2.jpgOlivia, Eleanor, Philippe, Dario und Thierry berichten täglich über ihr ganz eigenes Lager in Scuol-Sent.

Der heutige Tag stand klar im Zeichen von Ruhe, schlafen und und der Kunst des Nichts-tun. So zögerte sich das Morgenessen bis weit in den Mittag hinaus, Ele und Thierry widmeten sich mehrheitlich den Schönheiten des Schlafs während sich Dario und Philippe ein Stockwerk weiter unten mit „TipKick“ und „Total Normal“ beschäftigten. So drangen alle paar Minuten ein Grunzen, Jodeln und Gackern das Treppenhaus herauf und liessen so einige schwerwiegende Frage über den psychischen Zustand dieser beiden aufkommen.
Einmal mehr ging‘s am frühen Abend mit dem Auto nach Scuol, um dort den haushälterischen Aufgaben nachzukommen. Heute auf dem Menuplan stand selbst gemachte Pizza im Holzofen und als Dessert Coup Danmark. Klar, dass hier die Zutaten einfach stimmen mussten.
Nach dem Einkauf weigerte sich Dario und Philippe, vom Coop bis zum Auto zu laufen (Distanz: ca. 20 Meter) und warteten mit zwei Einkaufssäcken, einer Kappe auf dem Kopf und der Brille auf der Nase – obwohl es am eindunkeln war – vor dem Eingang, bis man sie luxuriös abholte. Dummerweise warteten auch zwei naturechte Scuoler Emos vor dem Supermarkt und so war es schlichtwegs nur eine Frage der Zeit, bis Dario und Philippe auf die glorreiche Idee kamen, diese beiden armen Teenie-Kreaturen ein bisschen hoch zu nehmen. Dario: „Warteder uf schlächteri Ziite? Wieso sinder nöd am Hauptbahnhof in Züri?!“.
Danach ging‘s mit lauter Musik schaltfaul und umweltfreundlich in Gehgeschwindigkeit, sprich im ersten Gang und dem Standgas durch Scuol und weiter nach Sent. Die Frage, ob man auch für zu langsames fahren gebüsst werden kann, konnte leider von niemandem beantwortet werden. Aber wie gesagt: am heutigen Tag stand der Chillismus im MIttelpunkt, da darf nichts zu schnell gehen.
Gute Nacht.
Thierry Seiler

Win 98 sinnvoll eingesetzt

win982Viele denken, Windows sei zu nichts zu gebrauchen.
Dieser falschen Aussage will ich heute entgegenwirken. Wer das bibeldicke Handbuch durchgelesen und mindestens 5 Minuten vor seinem Bildschirm verbracht hat (Anmerkung des Autors: Der Rechner ist ebenso eingeschaltet wie der Bildschirm), wird feststellen das auch Maschinen Emotionen entwickeln können. Abstürze aus dem nichts, Warnungen vor Ereignissen (obwohl man nichts getan hat) und die Uhrzeit kann auch schon mal auf vor Christi fallen.

Nun freut sich jeder Mac-User für die ihm ersparten Minuten der Wut, Stress und der totalen Verzweiflung.
Entschädigen will ich nun die Benutzer dieses reparaturbedürftigen Systems mit einem kleinen (aber feinen) Kunstwerk, welches ohne diese Gefühlschwankungen wohl nie entstanden wäre…

Thomas Lee

Dario haut in die Tasten.

p2202036.JPGOlivia, Eleanor, Philippe, Dario und Thierry berichten täglich über ihr ganz eigenes Lager in Scuol-Sent.

Ich wollte mich ja weigern, aber da ich unter hohem Druck der Mitteilnehmenden unseres Lagers und auswärtigen, fleissigen Blogbenützern leide, bin ich dazu gezwungen mein Talent im Textverfassen hier wiederzugeben. Alle sind gespannt, ob ich wieder ein paar lustige Patzer wie die berühmten “grünen Tannen” oder mein Liebsten, “der Schofför” einbauen werde (wobei zu sagen ist, dass “Schofför” in einzelnen Duden als alte Eindeutschung von “Chauffeur” wiedergegeben ist)!
Der Mittwoch, also unser vierte Tag, begann fast wie jeder andere. Wir fanden uns am selben herrlichen Morgenessen wieder! Doch waren schon früh einige Unterschiede gegenüber den anderen Tagen zu erkennen. Alle waren ausgeschlafen, Dario und Philippe hatten keine Kopfschmerzen, Ele war nur halb so genervt, da Thierry sie erst um halb zehn mit seinem Schnarchen weckte, eine fiese breite Schleierwolke machte sich über den sonst blauen Himmel breit und wir waren nur noch zu Viert!:-(
Im Stil von der Morgenstimmung sollten im Verlaufe des Tages noch andere Unterschiede zu erkennen sein. Angefangen hat es, dass sich Ele und Thierry nicht wie gewohnt nach dem Essen für eine längere Zeit in die Zweisamkeit zurückzogen und Ele zum grossen Erstaunen von Philippe und Dario sogar noch zum Spiele Spielen in Stimmung war. So konnten wir Monopoly spielen, welches wir eigentlich gestern spielen wollten. Philippe und Dario haben sich nicht einmal überlegt, wie sie dieses Spiel in ein Saufspiel umwandeln können, wie sie das sonst so gerne taten. Philippe hatte als erster Häuser stehen, Thierry und Dario waren schnell gut bei Kasse und Ele war schon nach kurzer Zeit fast Pleite. Die Behauptung, sie hätte kein Glück, liessen wir aus Loyalität gelten, doch waren wir uns alle bewusst, dass Frauen nicht mit Geld umgehen können.
Am Nachmittag verliessen wir zu viert unser Haus, und das nicht nur für einen Einkauf in den Coop, was bis jetzt auch noch nie vorkam. Wir besuchten das Bogn Engiadina Scuol (das Termalbad) und machten das ganze Programm mit, was natürlich auch Sauna beinhaltete. Ele hatte ein bisschen Mühe mit der Nacktheit und verliess die Zone mit einem netten “ich will nie alt werde!” nach der ersten Runde. Die Jungs hatten an der ganzen Sache gefallen gefunden und machten das Ganze noch ein zweites Mal.
Dass Ele beim auf die Seite gelegten Monopoly noch endgültig verloren hatte und Dario den hervorragenden zweiten Platz belegte, muss an dieser Stelle nicht gross erwähnt sein.
Nach einem genüsslichen Abendessen, trennten sich dann unsere Wege. Thierry der Schofför schoffierte Philippe und Dario zu einer stinkenden Bar, in der sie den hochstehenden Champions-League-Match Arsenal gegen AC Milan schauen konnten, während das Liebespaar in der, nach Gerüchten zu folge schönsten Hotelbar von Scuol verweilen wollten. Wie langweilig das war, zeigte, dass diese in der Hälfte des Spieles wieder bei den “Fussballfreaks” auftauchten.
Alles in Allem war es wieder ein super Tag und Sätze wie “Ach fuck jetzt hämmer nur no dä Dunnstig und dä Fritig” (Eleanor) sind jetzt wirklich nur angebracht.
Dario Bianchi

Rauchverbot: Gäste sind Laiendarsteller

Kurioses aus aller Welt

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Die sechswöchige Schonfrist für Raucher in Bayern ist vorbei, ab jetzt werden Wirte, die ihre Gäste noch qualmen lassen, kräftig zur Kasse gebeten. Nicht so ein Beislbesitzer in der bayrischen Ortschaft Memmingen. Er hat sein Pub als Laienbühne deklariert, weil das Gesetz bei “künstlerischen Darbietungen” rauchende Akteure in Lokalen, Theatern etc. erlaubt. Seine Gäste seien fortan Amateurschauspieler, die “Szenen aus der Zeit vor dem bayrischen Rauchverbot darstellen”, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Das “Nichtraucherschutzgesetz” trat in Bayern mit Jahresbeginn in Kraft. In den ersten sechs Wochen kamen Wirte und Raucher in dem Freistaat bei Verstößen meist mit mündlichen Ermahnungen davon. Dazwischen gab es Wirte, die ihr Lokal zum Raucherclub, Verein und sogar zur Kirche machten.

Wer aber künftig dagegen verstoße, dem drohen nun verstärkt Strafen, sagte Umweltminister Otmar Bernhard am Dienstag in München. Robert Manz, dem die Bar “Treff” in Memmingen gehört, kann darüber nur lachen. Er habe eine Gesetzeslücke entdeckt, so der Wirt. Und in der Tat – beim Lokalaugenschein der “Süddeutschen” wusste jeder Gast seine Rolle zu erklären. Einer sagte, er übe für seine Rolle als “Raucher in der Zeit vor dem Rauchverbot” schon seit 40 Jahren. Ein anderer spielt den “Nichtraucher, dem Qualm nichts ausmacht”.

Brenzlig wird es für den einfallsreichen Wirten aber trotzdem: Der Bürgermeister von Memmingen muss entscheiden, ob er wider der Umwidmung zur “künstlerischen Darbietung” ein Bußgeld verhängt oder Manz die Konzession entzieht. Dann würde der ganze Fall vor Gericht landen und Manz müsste mit einem langen, kostspieligen und risikoreichen Verfahren rechnen. Für den Wirt steht nach eigenen Angaben aber die Existenz auf dem Spiel. Wenn er das “Treff” zur rauchfreien Zone machen müsste, ginge er Pleite.

Krone.at (Thomas Lee)

Der wahre Schweizer Genuss

p2191917.JPGOlivia, Eleanor, Philippe, Dario und Thierry berichten täglich über ihr ganz eigenes Lager in Scuol-Sent.

Dienstag, also der dritte Tag unserer elephantastischen Ferien verlief natürlich genauso komfortabel wie die bisherigen. Der Tag begann mit einem ausführlichen Zmorge (inklusive Fruchtzwergenglacé), an dem wir uns leider von Olivia trennen mussten; für sie waren somit die herrlichen Ferien schon wieder beendet.
Ein wenig später musste man sich schweren Herzens trennen, denn auch im besten Freundeskreis gibt es unterschiedliche Charakteren.In unserem Fall: Die Sportlichen und die Unsportlichen. Die Letzteren genossen noch einige herrlichen Minuten Schlaf während sich Dario und Phillipe Richtung Postauto aufmachten. Doch selbst die Unsportlichen wollten ein wenig Energie und Elan beweisen und machten sich auf den Weg für einen Spaziergang im Winterwunderland, welcher dann jedoch nach kurzer Zeit auf Grund enormen Hungers abgebrochen werden musste.
Währenddessen genossen das andere Pärchen die herrlichen Pisten Scuols und erfreute sich in der Alphütte an Pommes und Bratwurst.
Glücklich und wiedervereint genoss man später einmal mehr die herrliche Spätnachmittagsonne auf dem Balkon (Dario zur Freude aller vorbeigehenden Passanten nur in Leggins und T-Shirt).
Unsere grösste Freude (das Essen natürlich) beinhaltete an diesem Abend ein herrliches Senter Fondue, bei dem vor Genuss plötzlich für einmal Stille einkehrte. Doch nur für einen kurzen Moment, bevor ein schauspielerischer Familienstreit mit Dario als Mami mit Kopfschmerzen und Phillippe als Papi mit Vorliebe für Thailänderinnen in brillianter Besetzung ausbrach.
Abgeschlossen wurde der Abend, schweizerisch wie es sich gehört, mit einem Monopoly Spiel.
Also:
Schweizer sein ist nicht immer gleich Bünzli sein, es gibt durchaus auch sympathische und geniesserische Seiten. Dät‘sch dä wey it isch.
Eleanor

Das Leben ist schön.

p2181840.JPGOlivia, Eleanor, Philippe, Dario und Thierry berichten täglich über ihr ganz eigenes Lager in Scuol-Sent.

Der Tag zwei unserer phantastischen zweiten Ferienwoche in Sent begann – wie es sich nun mal gehört – mit einem kaiserlichen Morgenmahl. Nutella, Café, Suchard Express, CiniMinis und einem nach Ogi-Art, sprich extrem Umweltfreundlich gekochtes Dreiminuten-Ei standen genau so auf dem Menu-Plan wie traditioneller Orangensaft und ein schlichtes Glas kühles, klares Bergquellwasser.
Danach ging‘s auf die Terasse, um auf dem Liegestuhl der grellen Sonne und dem klaren, blauen Himmel das Gesicht entgegenzustrecken, über das Leben nachzudenken und zum Schluss zu kommen, dass das Leben einfach schön ist.
Dario mühte sich währenddessen mit dem in Form und Funktion etwas speziell geratenen Elektrolux-Staubsauger und dem zu nicht ganz einfach zu reinigenden Teppich ab und bekam dabei fast eine Krise. Wie man sieht: Wir leben einigermassen ordentlich. Nach einer Ligretto- und UNO-Spielrunde kam man (oder zumindest Eleanor und Thierry) zum Schluss, dass schlafen doch schöner ist und gaben sich daraufhin wieder ihren Träumen hin.
Geweckt wurden sie um zwei Uhr extrem unsanft durch – wie soll es anders sein – Dario, welcher nun unbedingt eine Reise in den Coop antreten wollte, um dort der Realisation unseres kulinarischen Höhepunkts von heute Abend näher zu kommen: Spare Rips nach U.S.-Art, gesponsert, mariniert und verfeinert von Bianchi AG, dem besten Fisch- und Fleischgeschäft schlechthin. Nach Scuol fuhren wir mit lauter, ultrakrasser Musik, kurbelten die Fenster runter und schauten, wie umstehenden Leute auf uns reagierten. Beim Parkplatz ausgestiegen bemerkten wir allerdings resigniert, dass sich ein Volkswagen Polo wohl eher weniger als fahrbarer Show-Untersatz dient: zu klein, zu hässlich, zu schwach. Wenigstens der weisse Apple-Kleber hinten drauf macht so einiges wieder gut. Trotzdem fuhren wir einiges unauffälliger wieder nach Hause.
Dort angekommen, begab man sich wieder auf die Terasse und versuchte gefallen an einem ultrabilligen Stumpen zu finden – Dario fand diesen ohne Probleme.
Und der kulinarische Höhepunkt? Oh, den erreichten wir – und wie! Noch nie genoss ich ein auf Holzkohle bestens grilliertes Stück Fleisch mehr als gerade heute Abend. Dieser würzige Geruch, der saftige Biss – einfach himmlisch! Daran werde ich mich noch lange erinnern, Essen ist doch etwas göttliches. Meine Damen und Herren: geniesst euer Leben. Bis Morgen.
Thierry Seiler

Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen!

Ab heute berichten Olivia, Eleanor, Philippe, Dario und Thierry täglich über ihr ganz eigenes Lager in Scuol.

Philippe Zimmermann
Es war ohne zu übertreiben ein historischer Moment in unserer Unterstrasskarriere, als wir uns heute um halb zwei am Opernhausparkplatz am Stadelhofen trafen. Wir beschlossen schon vor langer Zeit unsere Sportferien gemeinsam zu verbringen, und dies in Thierry’s riesenmegagiga “Ferienhäuschen”. Diese Worte wähle ich nicht zufällig so zynisch, denn das von uns heute entdeckte “Häuschen” ist in der Tat ein Prachtsstück in Grösse, Aussehen und Charme.
Aber beginnen wir ganz am Anfang, heute Mittag in Zürich. Philippe traf ordnungsgemäss als erster am vereinbarten Treffpunkt ein. Ein, zwei Zigis später stiess dann auch Olivia, sowie unser Schofför, Gastgeber und (endlich) gesunder Thierry wie auch seine Gefährtin Ele hinzu. Letztere fuhren mit Mama‘s Chrysler Voyager vor und beluden diesen auch umgehend und hoch motiviert mit all dem Plunder, den man so für eine Woche Schnee und Spass benötigt. Dabei sei erwähnt, dass Dario und Philippe die einzigen im Kreise waren, die überhaupt ihre Skis bzw. Snowboards mit auf die Reise nahmen. Die andern drei meinen sich auch ohne Piste und Tiefschnee begeistern zu können…
Die Fahrt war relativ unspektakulär über die Bühne gegangen, wobei noch erwähnt sei, dass Dario im Vereina-Autoverlad die seitliche Schiebetüre am Auto ziemlich unfreiwillig über den „öffnen“-Button elektronisch öffnete. So ist‘s halt mit der Elektronik; kann auch schief gehen. Die Szene endete allerdings in Gelächter und der Geschmacksnote von Eisenbahn und Tunnel.
Ohne Unfall und mit einer unglaublichen Vorfreude besetzten wir 16:54 die Hütte in Sent, einem kleinen Dörfchen oberhalb Scuol im Unterengadin. Wie diese auf uns wirkte habe ich ja schon zuvor eindrücklich geschildert, was aber das herrliche Abendessen in uns auslöste, werde ich euch, meinen sehr verehrten Lesern, jetzt offenbaren. Das Gourmet, ich muss es so überspitzt formulieren, denn es war brilliant, wurde köstlich zubereitet von unserem schnüsligen Päärchen T+E und war ein Genuss für jeden Gaumen.
Nach dem Nachtessen gab’s dann die obligate Zigarette auf dem (obligat) grossen Balkon, wo sich Herr Seiler als Hobby-Astronom auszeichnete in dem er zum kleinen Wagen Löffel sagte und seine Aussage damit begründete, dass man in Amerika dem kleinen Wagen nicht kleiner Wagen, sondern Löffel sage. Der Chrysler färbt ab…
Danach ging‘s kurz nach Scuol, um dessen Nachtleben abzuchecken. Das einzige was wir jedoch gefunden haben, war eine stinkige Bar, welche verraucht und sehr schlecht besucht war. So ging‘s nach einigen Bierchen und einem Coke für Thierry wieder nach Hause (denn er ist ja der Chauffeur).
Also in diesem Falle alles Gute und schöne Weihnachten und einen guten Rutsch, morgen melden wir uns dann wieder LIVE aus Sent bei Scuol. “Und ier kennend Graubünda?! Boarde und fäschta!”
Weitere tolle Fotos gibt’s später…