Grecar, Mirjeta und ihre zehn Kameradinnen und Kameraden besuchen eine zürcherische Sekundarschule. Sie haben das Zeug fürs Gymnasium und ein Hochschulstudium. Aber ihre Eltern sind aus zwölf verschiedenen Ländern zugewandert. Das könnte für sie – wie viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen – ein hohes Hindernis werden. Nun bietet ihnen das Projekt des Gymnasiums Unterstrass „Chancengerechtigkeit durch Arbeit an der Lernlaufbahn“ (Akronym „ChagALL“) die nötige Hilfe. Während neun Monaten sollen sie fachlich und persönlich auf die gymnasialen Aufnahmeprüfungen vorbereitet und während der folgenden Probezeit wenn nötig unterstützt werden. Auch eine weitere Begleitung und Austauschrunden mit Kameradinnen und Kameraden sind geplant.
Programmleiter ist Stefan Marcec. Unterstützt wird das Projekt von einem Patronatskomitee: Dr. Ismail Amin, Präsident der Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ), Zürich, Irene Enderli, Gemeindepräsidentin, ehemalige Bildungsrätin, Affoltern a.A., Ron Halbright, Pädagoge, Ko-Präsident NCBI Schweiz, Thalwil, Maya Ingold, Stadträtin, Winterthur, Gerold Lauber, Stadtrat, Zürich, Elmar Ledergerber, Stadtpräsident, Zürich, Prof. Dr. Werner Kramer, Ehrenpräsident Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz GMS, Zürich, Susanna Mally Lemann, Präsidentin diverser Förderprojekte für unterprivilegierte Jugendliche in Brasilien; Rapperswil/Rio de Janeiro, Pearl Pedergnana, Stadträtin, Winterthur, und Hansjörg Weinmann, Dipl. Ing. ETH, Verwaltungsratspräsident KIBAG, Unterengstringen.
Die gemeinsame Arbeit wurde durch eine Begrüssungsfeier in den Räumen des Gymnasiums Unterstrass eröffnet (mit Musik von Alexander Rockstroh 139b), der Apéro mit Köstlichkeiten aus zwölf Ländern hat deutlich gemacht, wie sehr es in diesem Projekt um ein Geben und Nehmen von allen Seiten geht.