Sechs Millionen und zwei Vulkane

Der Kantonsrat unterstützt unser Bauvorhaben «unterstrass.2013» mit CHF 6 Mio aus dem Lotteriefonds. Einstimmig. Ohne Enthaltungen.
Weil «Unterstrass aus der Zürcher Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken sei». Oder weil dort «die Schüler/innen und Studierenden so engagiert und motiviert» seien, so ein anderer Fraktionssprecher.
Wir danken und freuen uns darüber – und haben gestern den Moment gefeiert, mit allen, im Hof. Zwei Schülerinnen des Gymnasiums verschoben den Spendenbarometer weit nach oben, und zwei Schüler der Gesamtschule zündeten zwei Vulkane. Zum Schluss gab’s einen Gratisznüni für alle. Damit wir Kraft schöpfen können für den Fundraisingendspurt – es fehlt sicher noch eine halbe Million bis zum Ziel.
Der Baubeginn aber ist gesichert: Im Februar 2013 geht’s los.

1300 Liter Glykol

Neun Erdsonden, 300 Meter tief. Sie werden uns dank 1300 Litern Glykol in ihren «Adern» ab der nächsten Heizperiode warm geben. Wenn’s denn unter minus 14 Grad Celsius sein sollte draussen, können wir immer noch zwei Gasaggregate zur Unterstützung zuschalten. Im Bild eine der beiden Bohrmaschinen in der ersten Ferienwoche und die nun praktisch fertige  Anschlusstelle der neun Sonden ins Schulhaus am 10. August 2012. Die Gestaltung der neuen Feuerwehrzufahrt wird noch etwas andauern. Danke für die Geduld!

Ferienbauten

Noch bevor die Sommerferien richtig losgehen, sind die Bauarbeiter auf dem Platz. Im 3. Stock gibt es neue Fenster, im Keller eine neue Heizung, vor dem Haus eine neue Feuerwehrzufahrt und 9 Löcher für die Erdsonden…
Hier ein paar Impressionen.

Was brennt am meisten unter den Nägeln?

Ein ganzes Dutzend Verbesserungsvorschläge und Postulate kamen unter den Schüler/innen in den Januar- Wochenmitten aufs Tapet.
Einige sind bereits als «einfach zu diskutieren» an die Entscheidungsträger weiter gegeben worden oder gar entschieden (s. Preis für Brötli vom Vortag in der Mensa).
Am 8.2. haben die Themeninitiant/innen dann die acht grösseren und aufwändigeren Postulate vorgestellt. Weil realistischerweise nur zwei bis drei von den zuständigen Gremien wirklich bearbeitet und diskutiert werden können, haben alle Anwesenden dann bis zu vier Punkte verteilt.
Das Ergebnis: Oben aus schwingt die Frage der Skilager (nicht in den Ferien), gefolgt vom Vorschlag der Schüler/innenmitsprache bei Studienwochen. Diese zwei Themen werden von SO, Konvent und den entsprechenden Entscheidungsträgern in den kommenden Monaten sorgfältig bearbeitet und diskutiert. Ebenso soll die SO sich zum neuen Absenzenreglement äussern können (Platz drei).
Die andern Themen bleiben aus Kapazitätsgünden unbearbeitet. Besten Dank für das engagierte Mitmachen!

Der neue Fitnessraum

Doppelt so gross, in völlig neuem Outfit, mit neuem Boden, neuen Wänden, raffinierter Beleuchtung und einer Holzdecke – in der ersten Herbstferienwoche ist der Fitness- und Kraftraum fertig geworden. Jetzt fehlen noch einige zusätzliche Geräte, dann wird Unterstrass fitter denn je sein.
Konzeption und Planung: Hugo Schmid
Holzarbeiten: Hugo Schmid und Philipp Koller
Technische Installationen: Hugo Schmid
Bodenbelag: Hugo Schmid
Malerarbeiten: Hugo Schmid und Philipp Koller
Merci vielmals!

Welcome back!

Kurzinformationen August 2011

«LERNEN BRAUCHT ZEIT» und: «LERNEN BRAUCHT VERKNÜPFUNG».

Das sind zwei Haupterkenntnisse, die der Neuropsychologe Gerhard Roth gegen Ende seines neuesten Buchs («Bildung braucht Persönlichkeit», Stuttgart 2011) zusammenfassend auf den Punkt bringt. Je länger und intensiver wir uns also mit etwas befassen, desto nachhaltiger dringt es in unser Gedächtnis ein. Und der zusätzliche Trick: Je mehr (Esels-)Brücken wir dabei im Gehirn zu Dingen schlage, die wir bereits kennen, desto einfacher ist das neu Gelernte dann wieder abrufbar.

Beeindruckt hat mich bei der Lektüre aber auch, dass ein Naturwissenschaftler wie Roth mit Nachdruck auf die Wichtigkeit der Gefühle der Schüler/innen und die Rolle der Schule als Lernort hinweist. Er fragt: Ist die Schule «eine Stätte der Bedrohung, der Furcht, (…), des eigenen Versagens? Oder ein Ort, der gern aufgesucht wird, weil Lernen trotz aller Mühen Erfolgserlebnisse mit sich bringt? (…) Ein Ort, an dem man Solidarität erfährt und ausübt (…)?»

Ich wünsche uns doch das zweite – und damit einen guten Semesterstart!

Jürg Schoch

 

Wer ist neu ?
Wir begrüssen folgende Personen und wünschen ihnen von Herzen einen guten Start bei uns in Unterstrass bzw. in den neuen Aufgaben:

Frau Regula Franz (Allg. Didaktik Institut, seit Februar)
Frau Corinna Bünger (Mathematik Gymnasium)
Frau Claudia Forni (Italienisch Gymnasium)
Herr Clemens Löpfe (Einführung W&R, Gymnasium)
Frau Sandra Rigonalli (Gymnastik/ Tanz und Bewegung Gymnasium)
Herr Marc Schneider (Biologie Gymnasium)
Herr Oliver Szokody (Deutsch Gymnasium)

Am Gymnasium bezieht Frau Christiane Derrer (Geschichte) bis zu den Sportferien einen Urlaub. Sie wird von Frau Dr. Marianne Leemann, Frau Monica Lienin und Frau Orlanda Fonti vertreten. Ihnen ganz herzlichen Dank für’s Aushelfen und C. Derrer guten Urlaub!
Frau Jacqueline Löchl-Oesch (Sologesang Gymnasium) wird bis zu den Herbstferien wegen eigenen künstlerischen Auftritten von Frau Corinne Sutter vertreten. Herzlich willkommen.
Am Institut bezieht Frau Eva Hug (Leiterin Weiterbildung) von Mitte September bis Mitte Dezember und Frau Cornelia Maccabiani ihren Urlaub. Wir wünschen viel Ertrag!

Gymnasium Uterstrass: Zwei neue Klassen – die Promotion 143

Den 46 Schülerinnen und Schülern der beiden neuen ersten Klassen (Promotion 143) wünschen wir einen guten Start in Unterstrass –

und auch den neuen Schülerinnen der folgenden Klassen:
Klasse 3a (Prom. 141a): Ricarda Pfister
Klasse 2a (Prom. 142a): Salome Boffi, Smolny Marieke
Kathia Birrer (Austauschschülerin Porrentruy)

 

Institut Unterstrass:

Grundausbildung
Das Semester startet für die oberen beiden Jahrgänge am 6. September, die neuen Studierenden des Basisstudiums kommen am 19. September. Konkret:
➢ Basisstudium (42 Personen; 18 in Richtung Vorschule, 24 in Richtung Primarschule): Start am 19.9. mit einer Einführungs- und Assessment-Woche, dann Praktikumseinführung und erstes Praktikum
➢ Diplomstudium Primarstufe (voraussichtlich 48 Personen): Studienwochen, dann ein dreiwöchiges Praktikum
➢ Diplomstudium Vorschule (35 Personen): Studienwochen, dann ebenfalls ein dreiwöchiges Praktikum bis vor den Herbstferien.
Neu ist, dass die beiden Diplomjahrgänge bereits je zu zweit eine Klasse übernehmen und so nur noch teilweise hier im Hause sind.

QUEST – Quereinsteigerstudiengänge
➢ QUEST FT11 (Fast Track 2011) Die 22 Studierenden übernehmen mit Beginn des neuen Schuljahres ihre (teilzeitliche) Aufgabe als Lehrper¬sonen. Wir wünschen einen gelungenen Start und viel Befriedigung im neuen Beruf! Die Studiengruppe wird bis Sommer 2012 berufsbe¬glei¬tend vor allem an Freitagabenden, Samstagen und in den Ferien im Hause sein.
➢ QUEST RT11 (Regular Track 2011) Weitere 25 Studierende starten am 12. September in eine einjährige theoretische Einführung. Die Studien¬gruppe wird regelmässig den ganzen Montag sowie am Freitagabend und Samstag im Hause sein. Wir heissen sie herzlich will¬kommen und freuen uns auf den gemeinsamen Start.

 

ChagALL 4: Start mit 13 Jugendlichen
ChagALL geht ins vierte Jahr. Ab nächsten Samstag werden bis März regelmässig am Mittwochnachmittag und am Samstagmorgen 13 Jugendliche aus 8 Ländern Stoff für Mittelschulaufnahmeprüfungen büffeln. Wir wünschen viel Ausdauer!

 

Sommerzeit: Renovationszeit. Wir haben u.a. saniert…

➢ die Fensterabdichtungen des Zwischengebäudes
➢ die Turnhallenaussenwand (Betonsanierung)
➢ das Büro 215 (Biologie und Chemie)
➢ alle Beamer und Hellraumprojektoren (Inventur und Reinigung)
Wir danken allen für den enormen Aufwand!

Bald in Betrieb: Informationsdisplay in der Eingangshalle.
Wir informieren dort in einem ersten Schrit über den tagesaktuellem Stundenplan (Gamnasium) und die Zimmerbelegungen für Veranstaltungen.

Zur Erinnerung…
➢ Ausserordentliche Zimmerbelegungen müssen in der Agenda vor dem Büro von Hugo Schmid eingetragen werden. Bitte Anfangs- und Schlusszeiten sowie die Zimmernummer und den Namen angeben.
➢ Reinigung: es wurden Fenster- und Feinreinigungen gemacht; des weitern haben Hugo und seine Mitarbeitenden die Grundreinigung von diversen Zimmern durchgeführt. Herzlichen Dank!
➢ Übrigens: Zigarettenstummel und Abfall gehören in die Abfallhaie…

Wichtige Termine

Do. 25.8. Informationsabend des Instituts
für die Ausbildung 2012 (Aula, 18.00 h)
Fr. 26.8. Eröffnungsfeier mit Aufnahme der 143. Prom. (Aula, 19.30 h)
18.00 Begrüssungsapero für Lehrpersonen & Mitarbeitende
Sa. 27.8.? ChagALL4: Starttag und Begrüssungsfeier (18.00 h, Aula)
Mo. 29.8. Begrüssungsapero QUEST RT11 (Cafeteria, 18.30 h)
Fr. 2./3.9. Faule Buben, strebsame Mädchen? Vortrag, Podium und Workshops (öffentl. Weiterbildung; Fr ab 18 h; Sa 10 – 13 h)
Fr. 9.9. Maturfeier der 139. Promotion (Gymnasium)
Mo. 12.9. Interne Weiterbildung des Gymnasiums (nur nachmittags)
16. / 17.9. Interne Weiterbildung des Instituts (Dozierende)
Mo. 19.9. Semesterbeginn Institut
Do. 22.9. Sporttag Gymnasium (1. Termin; 2. Termin: Do 29.9.)
Fr. 23./24.9. Naturwissenschaften und Weltwissen für Kinder und Erwachsene. Öffentl. Vortrag und Workshops (kinderforschen.ch)
4.-8.10. Studien- und Projektwochen Gymnasium

 

Morgens um fünf

Gymiprüfung  geschafft! Kein Wunder ist Rina* stolz. Sie wohnt mit ihren drei Geschwistern und ihren Eltern in einer 3-Zimmer-Wohnung im Kreis 4. In einer 3-Zimmer-Wohnung? Ich staune. «Schlafen die Eltern in der Stube?» Nein, nein. Die vier «Kinder» – sie, ihre ältere Schwester und die beiden kleinen Brüder – bewohnen gemeinsam  ein Zimmer. Zwei Kajütenbetten. Das geht gut.  «Und wo hast Du Ruhe, um  zu lernen?», frage ich. «Vor Prüfungen stehe ich um fünf auf, dann habe ich meine Ruhe. Und bevor die Geschwister dann aufwachen, kann ich auch noch vor den Spiegel. Da habe ich ziemlich lange.» Rina lacht. Sie hat allen Grund dazu. Zusammen mit sieben Kolleginnen und Kollegen des 3. ChagALL-Jahrgangs. Sie haben es alle geschafft, wechseln nach den Sommerferien von der Sek in eine HMS, FMS, BMS oder an Kurzgymis im ganzen Kanton. «Wenn man will, kann man. War bei mir auch so. Vor 27 Jahren», sagt ihr Vater dezidiert.

Er sitzt nach der Diplomfeier zusammen mit vielen andern Eltern und den ChagALL-Schüler/innen aus 8 Nationen  in der Cafeteria und erzählt. Dass er damals, im Kosovo, eigentlich auch das Gymnasium geschafft hatte. Obwohl er jeden Tag einen Schulweg von 10 Kilometern zu Fuss zu bewältigen hatte. Und wie er vor 26 Jahren aus politischen Gründen in die Schweiz kam, studieren wollte. Den Kautionsbetrag von CHF 25’0000.- beim besten Willen aber nicht aufbringen konnte. Dann halt acht Jahre als Hilfsgärtner arbeitete, seither in einer Metzgerei. «Wer ein klares Ziel hat, erreicht es.» Rina gibt ihm Recht. ChagALL habe ihr sehr geholfen. Gerade auch am Samstagmorgen, da habe sie hier in Ruhe arbeiten können. Nein, ins Gymi gehe sie nicht. Ihr Ziel war immer die BMS: «Die bestandene Gymiprüfung ist mein Billet in die BMS. Ich werde eine KV-Lehre machen. Die Lehrstelle habe ich auch schon.»

In der Tat: Die junge Frau, weiss, was sie will. Und die kleine Wohnung? «Ich möchte nicht weg; da bin ich zu Hause.» Alles Gute, Rina!

P.S. Demnächst findet das Aufnahmeverfahren für das ChagALL-Trainingsprogramm 2011/12 statt. Zum vierten Mal.

* Name geändert.

Und no es Priisli…

wbz-Preis 2010 für das Gymnasium Unterstrass

Im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema «Heterogenität – ein Thema auch an Mittelschulen» fand Ende November im Haus der Kantone in Bern die Preisverleihung des diesjährigen Preisausschreibens der Weiterbildungszentrale der schweizerischen Mittelschulen statt. Jacqueline Peter, Vizedirektorin der WBZ CPS, überreichte den Vertreterinnen des Gymnasiums Unterstrass in Zürich den Preis von 6000 Franken.
In der Laudatio betonte sie, dass das Gymnasium Unterstrass mit seiner Eingabe zeige, wie eine Mittelschule «Heterogenität» nicht nur als Wort pflegt, sondern sich mit ihren zahlreichen Facetten auseinandersetzt und diese direkt in die Schulkultur einfliessen lässt. Mit dem 3-Stufen Prinzip «Hinschauen, eine positive Haltung entwickeln, Ertrag bringend gestalten» pflege das Gymnasium Unterstrass den bewussten Umgang mit Fragen zu Gender, Herkunft und Hintergrund der Schülerinnen und Schüler, ihrer Leistungsfähigkeit wie auch ihrer physischen Voraussetzungen. Individualisierte Prüfungsvorbereitung, verschiedene etablierte kulturelle Gefässe mit Einbezug aller Akteure an der Schule und das Migrantenförderungsprogramm ChagALL erwähnte sie als Beispiele dafür, wie den verschiedenen Heterogenitätsaspekten Rechnung getragen werden kann. Diese zeigten auf, dass Schulentwicklung mit solchen Themen lebendig gestaltet wird und so auch einen Beitrag für die Gesellschaft leistet.
Die Vizedirektorin gratulierte dem Gymnasium Unterstrass im Namen der wbz zu seinen Aktivitäten und wünschte ihm viele Nachahmerinnen und Nachahmer.
Preisverleihung im Haus der Kantone im Bern

Deutscher Preis für das Gymnasium Unterstrass

Unter dem Titel «Lernen in Würde» hat die Barbara Schadeberg-Stiftung diesen Sommer unter den mehr als 1300 evangelischen Schulen in Deutschland nach innovativen Lern-, Begleitungs- und Betreuungskonzepten gesucht. Wir haben mit dem Projekt «ChagALL» mitgemacht – und durften diese Woche in feierlichem Rahmen an der Uni Hildesheim den 2. Preis aus der Hand der Stifterin in Empfang nehmen!